kinderschreibtisch

Der ideale Lernplatz für Kinder in der Coronazeit?

Damit Kinder ungestört lernen können, sind Ruhe und ein angenehmes Umfeld notwendig. Denn an einem ausgestatteten Arbeitsplatz und in einer ruhigen Umgebung können sie sich voll und ganz darauf konzentrieren, ihre Hausaufgaben zu erledigen oder für die Schule zu lernen. Zur passenden Ausstattung des idealen Lernplatzes gehören neben dem Schreibtisch auch weitere Elemente, die dem Kind das konzentrierte Lernen erleichtern sollen. Der geeignete Lernplatz im eigenen Kinderzimmer hat ein großes Potenzial inne, wenn er entsprechend eingerichtet wird. Sie erlernen mehr Selbstständigkeit und können ihre anfallenden Schulaufgaben schnell und effizient erledigen. Bei der Gestaltung eines ideal Lernplatzes für Kinder sollten ein paar wesentliche Dinge beachtet werden.

Der richtige Kinderschreibtisch

Der passende Kinderschreibtisch für den Lernplatz des Kindes steht für den richtigen Lernerfolg. In vielen Fällen soll der Kinderschreibtisch ein langjähriger Begleiter sein und durch die Zeit bis zum Schulwechsel erhalten bleiben. Ist das der Fall, dann lohnt es sich im Vorfeld über die individuellen Bedürfnisse des Kindes nachzudenken. Oftmals sind Kinder mit einem kleinen Schreibtisch ausgestattet, der schnell zu Platzmangel und Unordnung und damit auch hin zur Unkonzentriertheit führt.

Die Anforderungen an einen guten Schreibtisch haben sich über die Jahre hinweg verändert. Heute werden deutlich mehr Utensilien vor Ort benötigt. Reichten in den 1990-er oder 2000-er Jahren noch ein Schreibtisch aus, an dem Hefte und Bücher ihren Platz fanden, so ist das heute längst nicht mehr der Fall. Bereits für die jüngeren Jahrgangsstufen beginnt der eigene Laptop oder PC zu einem wichtigen Begleiter durch den Schulalltag zu werden. Neben den Büchern, Heften und sonstigen Utensilien will auch dieser angemessen auf dem Kinderschreibtisch platziert werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass der Schreibtisch sowohl breit als auch tief genug ist.

Meist wird außerdem empfohlen, auf einen neigbaren Schreibtisch zu setzen. Eine Schreibtischplatte, die in ihrer Höhe und Ausrichtung verstellbar ist, trägt dazu bei, die richtige Sitzhaltung während des Lernens einzunehmen. Durch die richtige Sitzhaltung wird einerseits die Konzentration verbessert, andererseits gewöhnt sich das Kind somit an, aufrecht zu sitzen. Das ist von Vorteil, da sich so Verspannungen der Schulter- und Rückenmuskulatur vorbeugen lassen.

Um Unordnung und Chaos auf dem Schreibtisch zu vermeiden, sollten Abstellmöglichkeiten rund um den Lernplatz zur Verfügung stehen. Ideal wenn auch nicht zwingend notwendig ist es, wenn sie vom Platz aus erreichbar sind. Ein Rollcontainer unter dem Schreibtisch oder Regale an den Seiten sind hervorragend dazu geeignet, den notwendigen Platz bereitzustellen. Auch ein Sideboard, das neben dem Schreibtisch platziert ist, hilft dabei, Unordnung zu vermeiden.

Der richtige Schreibtischstuhl

Neben dem richtigen Schreibtisch ist auch der passende Schreibtischstuhl ein wichtiger Aspekt des idealen Lernplatzes. Idealerweise sollte er in seiner Höhe verstellbar und auf den Körperbau des Kindes angepasst sein. Das bedeutet, er sollte den natürlichen Schwung seiner Wirbelsäule unterstützen und den notwendigen Halt bieten. Besonders wichtig ist beides dann, wenn es sich um einen klassischen Bürostuhl handelt. Denn die großen Modelle sind auf den Körper von Erwachsenen ausgelegt, nicht auf den von Kindern.

Wichtig ist auch, dass der Stuhl bequem und auf längere Sitzphasen ausgelegt ist. Ist der Stuhl unbequem, rutscht das Kind automatisch auf der Sitzfläche umher und wird dadurch abgelenkt. Mit dem passenden Schreibtischstuhl kann das Hin und Her rutschen hingegen vermieden werden. Kann der Stuhl zusätzlich in seiner Höhe verstellt werden, dann ist es nicht notwendig, dass das Kind gekrümmt am Arbeitsplatz sitzt. Das gekrümmte Sitzen am Arbeitsplatz ist besonders dann zu beobachten, wenn das Kind groß für sein Alter ist und an einem Tisch arbeitet, der für Kinder mit einer altersentsprechenden Körpergröße ausgelegt ist.

Der Schreibtischstuhl des Kindes sollte nach Möglichkeit regelmäßig kontrolliert werden. Er ist dann passend, wenn das Kind problemlos den Boden mit den Füßen erreichen kann und die Knie einen 90 Grad Winkel aufweisen. Andernfalls ist er zu klein oder zu groß. Ist das der Fall, dann ist es an der Zeit, den Schreibtischstuhl auszutauschen, um dem Kind ein bestmögliches Sitzen während seiner Lernzeit zu ermöglichen. Dasselbe gilt dann, wenn eine Kopfstütze vorhanden ist und diese nicht länger den Kopfbereich stützen kann. Selbst wenn der gewählte Schreibtisch über eine lange Zeit hinweg eingesetzt werden kann, ist es dennoch möglich, dass der Schreibtischstuhl ausgetauscht werden muss. Meist fällt es dem Kind selbst nicht auf, dass er mittlerweile zu klein oder noch zu groß ist. Deshalb ist der prüfende Blick eines Erwachsenen an dieser Stelle besonders wichtig.

Ausreichend Licht am Arbeitsplatz

Der ideale Lernplatz eines Kindes sollte über eine Lichtquelle verfügen, die ausreichend hell ist und den gesamten Arbeitsbereich ausleuchtet. Besonders schön ist es, wenn während der Hausaufgaben- oder Lernzeit auf Tageslicht gesetzt werden kann. Spätestens im Winter ist das jedoch meistens nicht mehr möglich. Auch im Sommer kann es sich gegen Nachmittag oder frühen Abend oftmals als schwierig erweisen. Beziehungsweise dann, wenn die räumlichen Gegebenheiten das Nutzen des Tageslichtes nicht ermöglichen. Das verwendete Leuchtmittel sollte nach Möglichkeit über ein natürliches Lichtspektrum verfügen und sich gegebenenfalls regulieren lassen. Dadurch wird das Lernen angenehmer gestaltet. Tageslicht ist dabei ein wenig wärmer als helles weißes Licht und auf keinen Fall blaustichig.

Die eingesetzte Lampe sollte den gesamten Lernbereich ausleuchten und nicht nur punktuell wirken. Andernfalls ist das Heft vielleicht gut sichtbar, doch das Buch muss immer wieder herangezogen und weggeschoben werden, damit die Worte noch gelesen werden können. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass die eingesetzte Lampe keine Gefahrenquelle darstellt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sie mit der Zeit heiß wird. In der Regel eigenen sich deshalb Lampen mit verbauten LED-Elementen deutlich besser als solche, die auf Halogenleuchtmittel setzen. LEDs zeichnen sich außerdem durch eine längere Lebensdauer aus und stellen heutzutage kaum noch einen großen preislichen Unterschied zu den herkömmlichen Leuchtelementen dar.

Idealerweise wird für die richtige Ausleuchtung eine Schreibtischlampe mit einer ausreichend hellen Deckenbeleuchtung kombiniert. Denn eine Schreibtischlampe kann in vielen Fällen die Fläche nur punktuell erhellen. Kombiniert mit der Deckenbeleuchtung kann jedoch für ausreichend Helligkeit während des Alltags gesorgt werden. Ist die Beleuchtung zu dunkel, kann es schnell zu Unkonzentriertheit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen kommen. Das gilt besonders dann, wenn bereits in jungen Jahren am Laptop gearbeitet wird und dieser die einzige Lichtquelle im Raum darstellt.

Deutliche Abtrennung vom Spielbereich des Kinderzimmers

Ein eigenes Zimmer zum Lernen und Arbeiten ist platztechnisch betrachtet in vielen Fällen nicht möglich. Trotzdem ist es wichtig, den Lernbereich des Kindes so gut wie möglich zu einem Ort der Ruhe zu machen. Das geht am besten, wenn der Lern- und Spielbereich deutlich voneinander abgetrennt sind. Eine solche Abtrennung kann beispielsweise aus einem Sichtschutz aus Regalen bestehen oder aber eine anderweitige physische Abtrennung. Das hat auch den Vorteil, dass Spielzeuge oder andere Dinge mit dem Potenzial zur Ablenkung aus dem Sichtfeld verschwinden.

Smartphones, Tablets und Spielsachen verfügen über ein großes Potenzial zur Ablenkung. Deshalb haben sie am idealen Lernplatz nichts zu suchen. Besonders bei den jüngsten Jahrgangsstufen sollten Eltern darauf achten, dass Störfaktoren gar nicht erst in das Blickfeld der Kinder geraten. Nur so ist es möglich, dass sie konzentriert arbeiten. Auf die Dauer lassen sich so Stress und Frustration vermeiden, denn das Kind lernt bereits mit Beginn der Schule, die täglich anfallenden Aufgaben schnell zu erledigen, wodurch letztlich mehr Zeit zum Spielen oder zum Treffen von Freunden bleibt.

An einem schön eingerichteten Arbeitsplatz lernt es sich besser

Der passende Schreibtisch, der ergonomische Kinderstuhl, die Lichtverhältnisse und das Aussperren von Ablenkungen sind wichtige Punkte. Sie zeichnen den idealen Lernplatz eines Kindes aus und tragen dazu bei, dass sich Schulaufgaben konzentriert erledigen lassen. Dennoch sollte auch auf die Gestaltung des Lernbereichs geachtet werden. Er sollte weder zu chaotisch noch zu steril sein, sondern ein Ort, an dem sich das Kind wohlfühlt. Schön hergerichtet, vielleicht zusätzlich mit ein paar grünen Pflanzen, lässt es sich für das Kind einfach angenehmer lernen. Denn Kinder unterscheiden sich keineswegs von Erwachsenen, die lieber in einem angenehm eingerichteten Büro arbeiten möchten. Förderlich ist es dabei meistens, wenn das Kind aktiv in die Gestaltung seines Arbeitsplatzes mit einbezogen wird. So kann es Wünsche äußern und sich selbst ein angenehmes Umfeld schaffen. Das können Kleinigkeiten sein, die auf den ersten Blick für Erwachsene zweitrangig sind. Bei einer Schreibtischlampe beispielsweise steht für Erwachsene in erster Linie das Lichtverhältnis im Vordergrund. Kann sie den Arbeitsplatz entsprechend ausleuchten? Kann sie in ihrer Helligkeit reguliert werden? Kinder haben selten ein umfassendes Verständnis für die funktionellen Aspekte – aber sie wissen, was sie schön finden und was nicht. Bei der Gestaltung des Lernplatzes ist es also eine Möglichkeit, im Vorfeld die geeigneten Modelle an Einrichtungsgegenständen auszuwählen und das Kind in die Entscheidung, welches letztlich gekauft wird, mit einzubeziehen.